Die Welt könnte schöner sein, das bestreitet kaum jemand, auch manche Menschen könnten schöner sein. Aber schöner sein meint hier hauptsächlich mehr aus sich machen, auf ihr Äußeres achten. Aber der Schock sitzt tief, wenn eine junge Frau, die man zwar nur flüchtig kennt, aber immerhin kennt, mitten in einem lockeren Smalltalk plötzlich offenbart, dass sie sich einer "Schönheitsoperation" hingibt, um ihre wohlgeformten zierlichen Brüste in einen Atombusen verwandeln zu lassen. Käufliche Schönheit verdirbt nicht nur die Wahrnehmung unserer Jugend, die sich immer kritischer mit ihrer Figur auseinandersetzt, wie eben wieder eine große Studie bestätigte, sondern sie verdirbt auch den Charakter der Personen, die sich operieren lassen, obwohl es keinen Grund gibt, denn sie halten sich mit ihrer künstlichen "Schönheit" für unwiderstehlich und beginnen "Durchschnittsmenschen" (die es als solches nicht gibt) für unwürdig zu halten.
Warum verkauft man seinen Körper und damit sich selbst und zahlt dafür auch noch Unsummen? Warum glauben junge attraktive Frauen sich mit angeklebten Haaren, Fingernägeln und Wimpern, mit eingepflanzten Brüsten und Po- Implantaten und mit korrigierten Nasen und aufgespritzten Lippen wirklich verschönern zu können?
Man kann es auf die sogenannte Schönheitsindustrie oder die Medien, die mit "Wir ändern dein Leben, indem wir dein Aussehen verändern"- Formaten dazu beitragen, schieben und sicher sind sie auch nicht unschuldig. Aber einem Menschen mit halbwegs klarem Verstand, sollten Sendungen dieser Art doch sofort suspekt sein und außerdem ist auch hinlänglich bekannt, dass "Barbie" rein anatomisch nicht existieren könnte, demzufolge sollten auch Fotos mit ähnlich gebauten Personen schnell als irreale Nachbearbeitung erkannt werden.
Das Problem ist doch das diese Gesellschaft dieses Bild von Schönheit haben möchte. Es ist eine Art kollektiver Anorexia Nervosa (Magersucht), die den Kontrollverlust kompensieren soll. Die Gesellschaft hat kaum noch Einfluss auf die Politik, trotz Partizipation durch Wahlen, werden heute kaum noch Wahlprogramme in befriedigender Art und Weise erfüllt, somit stellt sich die Frage, warum überhaupt engagieren? Darüberhinaus haben stehen immer mehr Menschen einem sehr unsicheren Arbeitsmarkt gegenüber. Wenn das Leben einer ganzen Gesellschaft aus den Fugen zu geraten scheint, sucht man sich einen Faktor, den man ohne größere Schwierigkeiten, kontrollieren kann, in diesem Fall: das "Schönheitsideal" und die Umsetzung des selbigen. Man sucht sich etwas wodurch man sich definieren kann, ohne dabei in größere gesellschaftliche Konflikte zu geraten, denn man möchte ja keinen existenziellen Konkurrenzkampf, sondern nur die Suche nach Bestätigung.
Es wird Zeit, dass sich unsere Gesellschaft eine gesundheitsverträglichere Bestätigungsvariante suchen!
alles was da draußen zu sein scheint und trotzdem bisher nie besprochen wurde
Mittwoch, 13. Mai 2009
Sonntag, 10. Mai 2009
Von Tequila und anderem Fleisch
"AUF ZUR NÄCHSTEN RUNDE SCHWEINKRAM"
Als dieser Ruf durch den Garten und die halbe Siedlung schallte, waren die Nachbarn wahrscheinlich irgendwas zwischen peinlich berührt ins Haus flüchtend und aufregend überrascht einen Blick durch den Zaun erhaschend. Aber mit Sicherheit waren sie enttäuscht, als sie erkannten, was damit wirklich gemeint war, denn der Schweinkram bezog sich nur auf den niedlichen kleinen Salzstreuer in Schweineform und die nächste Runde war einfach der Moment, als die Tequila Flasche endgültig geleert wurde. Ja, die Grillsaison hat jetzt auch in meinem Sommer angefangen.
In entspannter Runde sich dem großen Fressen mit unvergleichlichem Charme hinzugeben, ist einfach das größte Glück des Sommers. Vorallem ist diese große Mahl, in dem das Fleisch, das noch nach steinzeitlicher Tradition direkt über glühenden Kohlen bereitet wird, die Hauptrolle spielt, so schön entspannend für unsere männlichen Artgenossen, denn sie dürfen in ihre urtypischen Rollenmuster verfallen: "Frau, hier ist dein Essen, ich habe gejagt und das Feuer bezwungen."
Wir lieben dagegen in Gegenwart dieses Monstrums namens Grill so anzustellen, dass uns auch ganz sicher ein Mann das Feuerzeug und später die Grillzange aus der Hand nimmt.
Es bleibt Grillen ist ein Vergnügen, das einfach alle glücklich macht und wenn man genügend Tequila dazu trinkt, spart man am nächsten Tag auch die überflüssigen Kalorien des Vortags ohne Probleme wieder ein. Also auf zur nächsten Runde Schweinkram, der Sommer ist noch lang!
Als dieser Ruf durch den Garten und die halbe Siedlung schallte, waren die Nachbarn wahrscheinlich irgendwas zwischen peinlich berührt ins Haus flüchtend und aufregend überrascht einen Blick durch den Zaun erhaschend. Aber mit Sicherheit waren sie enttäuscht, als sie erkannten, was damit wirklich gemeint war, denn der Schweinkram bezog sich nur auf den niedlichen kleinen Salzstreuer in Schweineform und die nächste Runde war einfach der Moment, als die Tequila Flasche endgültig geleert wurde. Ja, die Grillsaison hat jetzt auch in meinem Sommer angefangen.
In entspannter Runde sich dem großen Fressen mit unvergleichlichem Charme hinzugeben, ist einfach das größte Glück des Sommers. Vorallem ist diese große Mahl, in dem das Fleisch, das noch nach steinzeitlicher Tradition direkt über glühenden Kohlen bereitet wird, die Hauptrolle spielt, so schön entspannend für unsere männlichen Artgenossen, denn sie dürfen in ihre urtypischen Rollenmuster verfallen: "Frau, hier ist dein Essen, ich habe gejagt und das Feuer bezwungen."
Wir lieben dagegen in Gegenwart dieses Monstrums namens Grill so anzustellen, dass uns auch ganz sicher ein Mann das Feuerzeug und später die Grillzange aus der Hand nimmt.
Es bleibt Grillen ist ein Vergnügen, das einfach alle glücklich macht und wenn man genügend Tequila dazu trinkt, spart man am nächsten Tag auch die überflüssigen Kalorien des Vortags ohne Probleme wieder ein. Also auf zur nächsten Runde Schweinkram, der Sommer ist noch lang!
Samstag, 9. Mai 2009
Vom Guten und anderen Fehlern
"Ziemlich gut ist nicht so gut wie gut!" Ja, um das zu begreifen, muss ich täglich in die Uni gehen. Ich bin meinem Dozent sehr dankbar, hätte ich das nicht erfahren, wäre mein Leben wahrscheinlich den Bach heruntergegangen.
Diese Erkenntnis hat nur den Fehler, dass es mich auch nicht weiter bringt, denn das meiste im Leben ist nur ziemlich gut. Das liegt zum einen daran, dass es in unserer Gesellschaft zum guten Ton gehört an allem etwas zum kritisieren zu finden und zum anderen daran, dass man tief im Inneren immer auf die Erfüllung des ganz persönlichen Märchens wartet und man deswegen mit allem Schönen nur ziemlich zufrieden sein kann, denn es entspricht ja nie ganz der Fantasie. Außerdem haben wir Angst zu sagen, dass Dinge oder Momente wirklich richtig gut sind, weil es dann viel zu sehr weh tut, wenn wir sie verloren haben oder wir an der Erhaltung gescheitert sind. Es ist weniger schlimm, wenn man im Hinterkopf schon mindestens 3 Gründe hat, warum es sowieso nur Mittelmaß war.
Aber meistens disqualifizieren sich die Situationen schon dadurch richtig gut zu sein, dass sie uns einfach viel zu sehr überraschen, dass wir einfach nicht genug Zeit haben uns darauf vorzubereiten und zu freuen und meist haben wir in der Situation auch viel zu wenig Zeit die Schönheit des Augenblicks wahrzunehmen, weil er viel zu schnell vorbeigeht und im Nachhinein können wir ihn ja nicht mehr als sehr gut wahrnehmen, weil es dann, wie ober erklärt, zu sehr weh tut.
Diese Abstufung, ist deswegen ein Fehler, weil wir uns damit die Chance ruinieren, wirklich zu genießen und ein wenig weniger Kritik an der Welt würde uns das Leben oft süßer erscheinen lassen und wir könnten unseren Mitmenschen offener begegnen.
Vielleicht bringt uns die Erkenntnis weiter, dass alles das, was wir als ziemlich gut wahrnehmen, das eigentlich Gute, das kaum noch zu steigern ist, ist und wir dieser Wahrnehmungsschwäche dadurch Rechnung tragen, indem wir das ziemlich Gute mehr schätzen lernen.
Dann muss der Satz vom Anfang zwar lauten: "Ziemlich gut ist heute eigentlich genauso gut wie gut, aber wir brauchen "ziemlich gut" um gut mit dem Verlust des Guten umgehen zu können."
Diese Erkenntnis hat nur den Fehler, dass es mich auch nicht weiter bringt, denn das meiste im Leben ist nur ziemlich gut. Das liegt zum einen daran, dass es in unserer Gesellschaft zum guten Ton gehört an allem etwas zum kritisieren zu finden und zum anderen daran, dass man tief im Inneren immer auf die Erfüllung des ganz persönlichen Märchens wartet und man deswegen mit allem Schönen nur ziemlich zufrieden sein kann, denn es entspricht ja nie ganz der Fantasie. Außerdem haben wir Angst zu sagen, dass Dinge oder Momente wirklich richtig gut sind, weil es dann viel zu sehr weh tut, wenn wir sie verloren haben oder wir an der Erhaltung gescheitert sind. Es ist weniger schlimm, wenn man im Hinterkopf schon mindestens 3 Gründe hat, warum es sowieso nur Mittelmaß war.
Aber meistens disqualifizieren sich die Situationen schon dadurch richtig gut zu sein, dass sie uns einfach viel zu sehr überraschen, dass wir einfach nicht genug Zeit haben uns darauf vorzubereiten und zu freuen und meist haben wir in der Situation auch viel zu wenig Zeit die Schönheit des Augenblicks wahrzunehmen, weil er viel zu schnell vorbeigeht und im Nachhinein können wir ihn ja nicht mehr als sehr gut wahrnehmen, weil es dann, wie ober erklärt, zu sehr weh tut.
Diese Abstufung, ist deswegen ein Fehler, weil wir uns damit die Chance ruinieren, wirklich zu genießen und ein wenig weniger Kritik an der Welt würde uns das Leben oft süßer erscheinen lassen und wir könnten unseren Mitmenschen offener begegnen.
Vielleicht bringt uns die Erkenntnis weiter, dass alles das, was wir als ziemlich gut wahrnehmen, das eigentlich Gute, das kaum noch zu steigern ist, ist und wir dieser Wahrnehmungsschwäche dadurch Rechnung tragen, indem wir das ziemlich Gute mehr schätzen lernen.
Dann muss der Satz vom Anfang zwar lauten: "Ziemlich gut ist heute eigentlich genauso gut wie gut, aber wir brauchen "ziemlich gut" um gut mit dem Verlust des Guten umgehen zu können."
Freitag, 8. Mai 2009
Elke und andere Großstadtmonster
Sie ist etwa einhundertfünfundsechzig Zentimeter hoch, fast genauso breit, und hat ihre Vierziger spätestens zur Zeit der Euro-Einführung überschritten: DIE Edeka-Angestellte.
Hier nun eine Feldstudie (Beobachtung in natürlicher Umgebung) aus der aktuellen Woche.
An einem Donnerstagnachmittag legte ich meine Waren aus dem Einkaufskorb auf das Laufband der Kasse. Vor mir wurde eine weitere Kundin abgefertigt, die Kassiererin so wenig freundlich, wie man es gewöhnt ist. Bis dahin ein normal-unsympathischer Edeka-Besuch.
Nun aber kam ein weiteres Exemplar der oben beschriebenen Dame und stellte sich direkt vor mich an das Warenband. Sie drängelte sich viel zu nah an mir vorbei; Es gibt da einen Begriff, der mir zwar momentan entfällt, der aber beschreibt, dass der Mensch in einem Radius von etwa 20cm um sich herum seinen intimen Bereich definiert, und wenn dort hinein Menschen, besonders fremde, eindringen, fühlt er sich unangenehm berührt. Man denke nur an Gedränge in der Bahn, bei dem man ebenfalls versucht, so wenig Körperteile wie möglich zu berühren, oder die Tatsache, dass sich auf öffentlichen Plätzen die Menschen so auf Sitze verteilen, dass zwischen ihnen und den sie umgebenden Personen ständig gleichviel Platz ist. Deshalb ist es in der Mensa ja auch immer leicht, einen einzelnen Platz zu finden, aber unproportional schwieriger, drei Leute nebeneinander unterzubringen.
Wenn man nun den Begriff des intimen Bereiches nimmt, so hatte die vorhin beschriebene Drängel-Dame den meinigen vollständig ausgefüllt. Noch dazu ohne ein Wort der Entschuldigung oder wenigstens das kassiererdeutsche „Achtung! Darfichma!“.
So weit, so dreist.
Dann stellte sie eine Ladung irgendwelcher Waren auf das Band, von denen sie offensichtlich wissen wollte, wo sie hingehören. Ein Warenexemplar hielt sie hoch und sagt zu ‚meiner’ Kassiererin: „Elke?!“, woraufhin Elke ihr erstmal freundlichst und mit einem kleinen Klönschnack dazwischen erläuterte, wohin die Ware einsortiert gehörte.
Währenddessen zerquetschte ihre Warenpackung mein Toastbrot, das, dem Lauf des Warenband folgend, unaufhaltsam auf ihre Warenpackung zufuhr und an dessen Wegblockierung scheiterte. Ich äußerte ein „Entschuldigung“, dessen Halbherzigkeit nur daraus resultierte, dass ich eh nicht damit gerechnet hatte, mein Brot heil nach Hause zu bekommen – denn wenn Elke die Waren über den Scanner zieht, schmeißt sie sie hinterher dermaßen schwungvoll hinter sich, dass ich meine Schoki nicht mehr in Stücke zerbrechen und meinen Rasierschaum nicht mehr schütteln muss. Und die Idee, dass die Limo zuhause noch Kohlensäure hat, habe ich eh schon aufgegeben.
Nach einem freundlichen Schnack (ihre kundengerichtete Stummheit ist also kein angeborener Geburtsfehler) mit der Kollegin wandte sich Elke also nun widerwillig ihrer Arbeit zu.
Meine Einkäufe flogen gegen den Rand des Warenbands (wer braucht schon feste Bananen?), und Elke fokussierte diesen mysteriösen Fixpunkt, auf den sich Kassiererinnen stets zu konzentrieren scheinen, wenn sie sich nicht mit dem Kunden beschäftigen mögen.
Dieser Punkt liegt etwa 45° seitlich weit hinter dem Kunden. Versucht mal, es selber zu beobachten: es stimmt.
Selbst während des Zahlungsvorgangs ändert sich dieser Fixpunkt nicht. Niemals.
Nun, um das Ende kurz zu machen: Weder, während ich bezahlte, noch während ich einpackte, nicht einmal, um mich daran zu erinnern, meine Karte nicht zu vergessen, sagte Elke ein Wort zu mir. Das einzige, was ich von ihr hörte, war ein mürrisches „Fünfzehnfünfunddreißg“.
Herzlich willkommen im Kundenland Deutschland!
Jedem, der mal wirkichen Service erleben will, empfehle ich, das nicht hier zu probieren, sondern zum Beispiel nach Japan zu fahren.
Hier nun eine Feldstudie (Beobachtung in natürlicher Umgebung) aus der aktuellen Woche.
An einem Donnerstagnachmittag legte ich meine Waren aus dem Einkaufskorb auf das Laufband der Kasse. Vor mir wurde eine weitere Kundin abgefertigt, die Kassiererin so wenig freundlich, wie man es gewöhnt ist. Bis dahin ein normal-unsympathischer Edeka-Besuch.
Nun aber kam ein weiteres Exemplar der oben beschriebenen Dame und stellte sich direkt vor mich an das Warenband. Sie drängelte sich viel zu nah an mir vorbei; Es gibt da einen Begriff, der mir zwar momentan entfällt, der aber beschreibt, dass der Mensch in einem Radius von etwa 20cm um sich herum seinen intimen Bereich definiert, und wenn dort hinein Menschen, besonders fremde, eindringen, fühlt er sich unangenehm berührt. Man denke nur an Gedränge in der Bahn, bei dem man ebenfalls versucht, so wenig Körperteile wie möglich zu berühren, oder die Tatsache, dass sich auf öffentlichen Plätzen die Menschen so auf Sitze verteilen, dass zwischen ihnen und den sie umgebenden Personen ständig gleichviel Platz ist. Deshalb ist es in der Mensa ja auch immer leicht, einen einzelnen Platz zu finden, aber unproportional schwieriger, drei Leute nebeneinander unterzubringen.
Wenn man nun den Begriff des intimen Bereiches nimmt, so hatte die vorhin beschriebene Drängel-Dame den meinigen vollständig ausgefüllt. Noch dazu ohne ein Wort der Entschuldigung oder wenigstens das kassiererdeutsche „Achtung! Darfichma!“.
So weit, so dreist.
Dann stellte sie eine Ladung irgendwelcher Waren auf das Band, von denen sie offensichtlich wissen wollte, wo sie hingehören. Ein Warenexemplar hielt sie hoch und sagt zu ‚meiner’ Kassiererin: „Elke?!“, woraufhin Elke ihr erstmal freundlichst und mit einem kleinen Klönschnack dazwischen erläuterte, wohin die Ware einsortiert gehörte.
Währenddessen zerquetschte ihre Warenpackung mein Toastbrot, das, dem Lauf des Warenband folgend, unaufhaltsam auf ihre Warenpackung zufuhr und an dessen Wegblockierung scheiterte. Ich äußerte ein „Entschuldigung“, dessen Halbherzigkeit nur daraus resultierte, dass ich eh nicht damit gerechnet hatte, mein Brot heil nach Hause zu bekommen – denn wenn Elke die Waren über den Scanner zieht, schmeißt sie sie hinterher dermaßen schwungvoll hinter sich, dass ich meine Schoki nicht mehr in Stücke zerbrechen und meinen Rasierschaum nicht mehr schütteln muss. Und die Idee, dass die Limo zuhause noch Kohlensäure hat, habe ich eh schon aufgegeben.
Nach einem freundlichen Schnack (ihre kundengerichtete Stummheit ist also kein angeborener Geburtsfehler) mit der Kollegin wandte sich Elke also nun widerwillig ihrer Arbeit zu.
Meine Einkäufe flogen gegen den Rand des Warenbands (wer braucht schon feste Bananen?), und Elke fokussierte diesen mysteriösen Fixpunkt, auf den sich Kassiererinnen stets zu konzentrieren scheinen, wenn sie sich nicht mit dem Kunden beschäftigen mögen.
Dieser Punkt liegt etwa 45° seitlich weit hinter dem Kunden. Versucht mal, es selber zu beobachten: es stimmt.
Selbst während des Zahlungsvorgangs ändert sich dieser Fixpunkt nicht. Niemals.
Nun, um das Ende kurz zu machen: Weder, während ich bezahlte, noch während ich einpackte, nicht einmal, um mich daran zu erinnern, meine Karte nicht zu vergessen, sagte Elke ein Wort zu mir. Das einzige, was ich von ihr hörte, war ein mürrisches „Fünfzehnfünfunddreißg“.
Herzlich willkommen im Kundenland Deutschland!
Jedem, der mal wirkichen Service erleben will, empfehle ich, das nicht hier zu probieren, sondern zum Beispiel nach Japan zu fahren.
Freitag, 1. Mai 2009
Abenteuer Bloggen- erstes Resümee
Ich blogge seit weniger als 2 Monaten und habe bereits mindestens 3 Freunde dazu animiert sich mit mir in dieses Abenteuer zu stürzen und ihre Gedanken ebenfalls der Weltöffentlichkeit zu offenbaren und zu bloggen, entweder als ganz neue Erfahrung oder als Wiederaufnahme eines alten Hobbys. Dies hat mich sehr beeindruckt, deswegen teile ich mir meinen Blog auch mittlerweile mit neechan, was mich sehr freut und ihn auch thematisch sehr bereichern wird.
Ich wusste ja, dass erfolgreiche Diäten oder eine Raucherentwöhnung sich massiv auf den Freundeskreis auswirken, aber dass auch Bloggen solche Auswirkungen hat, hat mich überrascht. Vielleicht ist es dann auch möglich seine Ziele dadurch zu erreichen, dass man seinen Freundeskreis daran anpasst. Das ist im Grunde das Prinzip von Selbsthilfegruppen, aber vielleicht könnte man das für allerlei Nichtigkeiten ausdehnen. Das wäre doch eine riesige Geschäftsidee: Man bietet im Internet gegen einen nicht unerheblichen Preis eine Plattform, die die passenden Freunde zu jedem Problem bietet: "Sie wollen disziplinierter an ihren Aufgaben für das Studium arbeiten, wir vermitteln ihnen die richtigen Freunde." "Sie wollen schwanger werden, treffen sie noch heute ihren neuen Freundeskreis" usw...
Oh, ich wollte ja eigentlich über das Bloggen resümieren! Es hat sich auf mein Gemüt sehr positiv ausgewirkt, endlich einen Kanal zu haben um seine Kritik äußern zu können ohne dabei direkt jemanden anzugreifen. Außerdem muss man niemanden, den es nicht interessiert, mit seinen Gedanken nerven, denn jeder der es nicht lesen will, kann es wegklicken. Darüberhinaus stelle ich immer wieder fest, dass ich mich nicht wirklich auf ein Thema konzentrieren kann. Ich fange irgendwo an zu schreiben und ende an einem ganz anderen Punkt oder auch wieder am gleichen, nachdem ich zehn Ecken eingebaut habe. Vielleicht sollte ich das bei meinen Hausarbeiten für die Uni beachten.
Vielleicht bin ich zu kritisch, vielleicht zu oberflächlich, vielleicht will es niemand lesen, aber eins ist definitiv festzuhalten: Ich hatte lange nicht mehr so viel Spaß bei einer Sache.
Außerdem schult man seine Aufmerksamkeit. Man geht viel offener durch seine Umwelt, immer auf der Suche nach neuen Aufregern, witzigen Geschichten oder Obskuritäten, über die man schreiben möchte. Und davon gibt es noch jede Menge da draußen, ihr werdet also noch viel von mir hören.
Ich wusste ja, dass erfolgreiche Diäten oder eine Raucherentwöhnung sich massiv auf den Freundeskreis auswirken, aber dass auch Bloggen solche Auswirkungen hat, hat mich überrascht. Vielleicht ist es dann auch möglich seine Ziele dadurch zu erreichen, dass man seinen Freundeskreis daran anpasst. Das ist im Grunde das Prinzip von Selbsthilfegruppen, aber vielleicht könnte man das für allerlei Nichtigkeiten ausdehnen. Das wäre doch eine riesige Geschäftsidee: Man bietet im Internet gegen einen nicht unerheblichen Preis eine Plattform, die die passenden Freunde zu jedem Problem bietet: "Sie wollen disziplinierter an ihren Aufgaben für das Studium arbeiten, wir vermitteln ihnen die richtigen Freunde." "Sie wollen schwanger werden, treffen sie noch heute ihren neuen Freundeskreis" usw...
Oh, ich wollte ja eigentlich über das Bloggen resümieren! Es hat sich auf mein Gemüt sehr positiv ausgewirkt, endlich einen Kanal zu haben um seine Kritik äußern zu können ohne dabei direkt jemanden anzugreifen. Außerdem muss man niemanden, den es nicht interessiert, mit seinen Gedanken nerven, denn jeder der es nicht lesen will, kann es wegklicken. Darüberhinaus stelle ich immer wieder fest, dass ich mich nicht wirklich auf ein Thema konzentrieren kann. Ich fange irgendwo an zu schreiben und ende an einem ganz anderen Punkt oder auch wieder am gleichen, nachdem ich zehn Ecken eingebaut habe. Vielleicht sollte ich das bei meinen Hausarbeiten für die Uni beachten.
Vielleicht bin ich zu kritisch, vielleicht zu oberflächlich, vielleicht will es niemand lesen, aber eins ist definitiv festzuhalten: Ich hatte lange nicht mehr so viel Spaß bei einer Sache.
Außerdem schult man seine Aufmerksamkeit. Man geht viel offener durch seine Umwelt, immer auf der Suche nach neuen Aufregern, witzigen Geschichten oder Obskuritäten, über die man schreiben möchte. Und davon gibt es noch jede Menge da draußen, ihr werdet also noch viel von mir hören.
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